Heinz Behacker im Interview

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Die VBV Vorsorgekasse unterstützt uns als Partner bereits seit der ersten Stunde. Wir haben uns mit dem Vorstandsvorsitzenden Heinz Behacker getroffen und ihm einige Fragen gestellt.

Vorstandsvorsitzender KR Heinz Behacker

Vorstandsvorsitzender KR Heinz Behacker

CONDA: Die VBV Vorsorgekasse ist ja bereits seit dem Start vor fast 1 ½ Jahren, Partner von CONDA. Was waren Ihre Beweggründe, CONDA zu unterstützen?

Behacker: Die Unterstützung von CONDA ist einer unserer Beiträge zur Förderung des Wirtschaftsstandorts Österreich: Gute, innovative Geschäftsideen zu realisieren scheitert für viele Menschen leider oft an der dafür notwendigen Finanzierung. Die restriktive Kreditvergabe der Banken erschwert die Situation zusätzlich. Mit Crowdfunding entsteht eine neue intelligente Form der Geldbeschaffung, mit der sich Projekte, Produkte, Geschäftsideen entwickeln und finanzieren lassen. Das finden wir gut. Und das möchten wir unterstützen.

CONDA: Was halten Sie ganz persönlich von Crowdinvesting und wie denken Sie wird sich diese alternative Finanzierungsform in Österreich durchsetzen?

Behacker: Mit Basel II und Basel III werden die Banken dazu gezwungen, Kredite mit Eigenkapital zu unterlegen. Je höher das Kreditrisiko, desto höher das erforderliche Kernkapital. Nachdem dieses Kapital teuer ist, ist somit mit einer spürbaren Kreditklemme für kleine und mittelständische Unternehmen zu rechnen. Das gilt natürlich insbesondere für innovative Unternehmensgründer. Das sollte ein guter Nährboden für Crowdinvesting sein.

CONDA: Die VBV Vorsorgekasse wurde ja bereits mehrmals ausgezeichnet, unter anderem für ihr nachhaltiges Engagement. Können Sie in wenigen Worten erklären, was „Nachhaltigkeit“ für Sie bedeutet und warum dieses Thema bei Ihnen so im Vordergrund steht?

VBV Vorsorgkasse

Behacker: Nachhaltigkeit bedeutet „Verantwortung für nachfolgende Generationen“ zu übernehmen. Auf betrieblicher Ebene ist das Thema  – zumeist unter der Bezeichnung Corporate Social Responsibility (CSR) – mittlerweile im Mainstream der Wirtschaft angekommen.

Nachhaltiges Wirtschaften setzt am Kerngeschäft an: neben der Berücksichtigung der unterschiedlichen Stakeholder – Interessen strebt man mehr und mehr nach einem ausgewogenen Verhältnis der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ziele und Leistungen. Und dabei geht es nicht um Ideologie, sondern um die langfristige Erhaltung der menschlichen wie umweltbezogenen Ressourcen.

Unsere Zielsetzung ist es, bei allen Investmententscheidungen neben dem rein wirtschaftlichen Auswahlverfahren von Anlageprodukten auch das ökologische und ethische Verhalten der Emittenten, also von Staaten und Unternehmen mit einzubeziehen. Wir haben klare Nachhaltigkeits-Kriterien festgelegt, die vom Veranlagungsmanagement der VBV-Vorsorgekasse seit Unternehmensgründung strikt eingehalten werden. So gelingt es, das Kapital genau dort hin zu lenken, wo Nachhaltigkeit berücksichtigt und gelebt wird.

(Mehr zur Nachhaltigkeit sowie dem Nachhaligkeitsbericht der VBV…)

CONDA: Wir freuen uns sehr, Sie nun auch als Mentor bei CONDA begrüssen zu dürfen. Gibt es Unternehmen bzw. Branchen die Sie besonders gerne begleiten würden und worin sehen Sie Ihre Stärken als Mentor?

Behacker: Als VBV-Vorsorgekasse haben wir österreichweit mit allen Branchen Kontakt. Wir sind also gerne für alle Bereiche Gesprächspartner. Unsere besonderen Stärken liegen jedoch unter anderem im Aufbau schlanker Unternehmensstrukturen, der nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens – von Vision, Mission, Leitbild bis hin zur transparenten Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie im Know-how und den zahlreichen Kontakten zur Finanzindustrie.

Vielen Dank Herr Behacker, für Ihre Zeit und Ihr Engagement –  für CONDA, und damit verbunden die Österreichische Start-up Szene!

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